Sport und gesunde Lebensführung können besser vor Diabetes schützen als Blutzuckersenker, so das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie: 3234 Übergewichtige mit einem leichten Diabetes haben durch wöchentliche 150 Minuten körperliche Aktivität und einer Gewichtsabnahme von sieben Prozent ihr Risiko für einen handfesten Diabetes um 58 Prozent gesenkt. Ein blutzuckersenkendes Medikament dagegen half nur 31 Prozent.
Auch eine finnische Studie kam zu dem Ergebnis, dass Sport sowie Ernährungs- und Gewichtsreduktionsberatung für werdende Diabetiker sinnvoll sind. Durch regelmäßige Sportausübung sinkt auch die Gefahr von Folgeerkrankungen. Besonders günstig ist Ausdauersport. Kraftbetonte Sportarten sind dagegen eher zu meiden. Diabetiker sollten aber, bevor sie sich zur Aufnahme eines Sports entscheiden, einen Gesundheits-Check beim Arzt durchführen lassen, sonst droht Unterzuckerung.
Freie Radikale bzw. oxidative Prozesse spielen bei der Entstehung von Folgeerkrankungen vermutlich eine entscheidende Rolle, antioxidative Vitamine und Mineralstoffe wie Selen, Coenzym Q10, Vitamin C und auch Vitamin B6 sowie Folsäure sind für den Diabetiker besonders wichtig (Diabet Med 17, 2000). Das Spurenelement Selen ist an der Regulation des Glucosestoffwechsels beteiligt, es kann sogar bestimmte Wirkungen des Insulins imitieren (Cell Mol Life Sci 57, 2000).
Bei älteren Typ-II-Diabetikern liegen häufig niedrige Selen- und Zinkspiegel im Blut vor. Bei einigen Diabetikern wurde auch ein vermehrter Verlust von Zink über die Niere festgestellt. Zink kann zudem die Wundheilung von Diabetikern positiv beeinflussen (J Am Coll Nutr 17, 98).
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