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Nahrungsergänzung
Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung untersuchen die Wirkung von unlöslichen Ballaststoffen auf den Zuckerstoffwechsel
Die Zunahme von Übergewicht, Adipositas, Metabolischem Syndrom und Typ 2 Diabetes nimmt weltweit mittlerweile epidemische Ausmaße an.

Besorgniserregegend ist dabei vor allem die Zunahme der Typ 2 Diabetiker, vor allem auch in den jüngeren Bevölkerungsgruppen. Mehr als 150 Millionen Menschen sind hiervon inzwischen betroffen.

Ballaststoffe besitzen nach Aussage der WHO eine präventive Wirkung gegen ernährungsbedingten Diabetes. Ihre Aufnahme ist mit einem selteneren Auftreten von Gefäßkrankheiten wie z.B. Herzinfarkt und der Zuckerkrankheit der Erwachsenen verknüpft.

Wasserunlösliche Ballaststoffe (wie z.B. Getreidefasern) bleiben aufgrund der Nicht-Fermentierbarkeit im Dickdarm in ihrer ursprünglichen Form erhalten und nehmen dadurch im Dickdarm mehr Platz in Anspruch und füllen ihn besser auf.

Diese Eigenschaft hat wesentliche Bedeutung im Hinblick auf Prävention und Therapie verschiedener Dickdarmerkrankungen.

Bei der Untersuchung der Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung wurde der Insulinspiegel und der Blutzuckerspiegel bei Testpersonen gemessen, die entweder pro Testmahlzeit 10 g Ballaststoffe zusätzlich bekommen haben oder nicht.

Bereits am zweiten Tag der Messung war der Blutzuckeranstieg bei der Ballaststoffgruppe um 30% geringer als am ersten Tag. Die Insulinfreisetzung blieb trotz des geringeren Blutzuckerspiegels konstant, d.h. das Insulin wirkte deutlich stärker und der Glucosestoffwechsel verbesserte sich.
Die Studie zeigt erstmals, dass unlösliche Ballaststoffe aus Weizen oder Hafer den Blutzuckerspiegel senken, ohne die Insulinausschüttung zu erhöhen, und tragen damit zu einer deutlichen Verbesserung des Glucosestoffwechsels bei.

Gekürzt aus Diaita Nr 3, 2/2006

geschrieben von Diaita, Divid Kipka am 07.06.2006 um 08:18 Uhr.
 
 
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim