Glossar

 
 
Gesundheit und Krankheit
 
Homocystein wird von Experten als das "neue Cholesterin" bezeichnet.
5 - 10 % der deutschen Bevölkerung leiden an zu hohen Homocysteinwerten. Bei Patienten mit Gefäßerkrankungen sind es bis zu 40 %.

Homocystein wird für die Entstehung von vielen Erkrankungen verantwortlich gemacht.
Ist der Homocystein-Wert im Blut erhöht, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Thrombosen, Schlaganfall, für atherosklerotische Gefäß- und neurodegenerative Erkrankungen, wie kognitive Störungen, Depressionen oder Alzheimer Demenz, aber auch für Komplikationen in der Schwangerschaft. Hyperhomocysteinämie kann darüber hinaus ein erhöhtes Tumorrisiko bedeuten.

Beim Homocystein handelt es sich um eine schwefelhaltige, nicht in der Nahrung vorkommende Aminosäure. Sie entsteht als Zwischenprodukt des Zellstoffwechsels beim Abbau von Methionin zu Cystein. Ist der Methionin-Stoffwechsel aufgrund eines Enzym- und/oder Vitaminmangels (Folsäure, Vitamin B12, B6) gestört, reichert sich Homocystein verstärkt im Blutplasma an und auch im Urin ist eine erhöhte Ausscheidung des Oxidationsproduktes Homocystin feststellbar.























siehe auch: B-Vitamine
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim