Glossar

 
 
Ernährung
 
Fettmessung
Die gängigste und für jeden zuhause machbare Methode ist die Messung des Körperfettanteils mit sogenannten Körperfett-Waagen.
Es gibt sie als Waage zum Draufstellen oder als Handmessgerät und sie ergeben bei Beachtung der diversen Abweichungen einen einigermaßen guten Ahaltswert für die Körperfettmasse.

Sie funktionieren nach der bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)

Dabei wird die Verteilung verschiedener Bestandteile im Körper berechnet. Bei der BIA zirkuliert ein elektrischer Strom durch den Körper. Aus dem gemessenen elektrischen Widerstand (physikalisch: Impedanz), den der Körper dem Stromfluss entegegenbringt, kann auf die gesamte Körperflüssigkeit (Total Body Water, TBW) des Körpers geschlossen werden. Je höher der Flüssigkeitsanteil und damit die Konzentration von Elektrolyten ist, um so geringer ist der elektrische Widerstand.

Die Gesamtkörperflüssigkeit hängt wiederum sehr eng mit der FFM (fettfreie Masse) zusammen. Die Gesamtfettmasse des Körpers ist die Differenz aus Körpergewicht und FFM. Teilt man diesen Wert durch das Körpergewicht und multipliziert ihn mit Hundert, erhält man den Körperfettanteil in Prozent.

Um gute Ergebnisse zu erhalten, d.h. bei wiederholten Messungen auf vergleichbare Ergebnisse zu kommen, müssen die Messbedingungen bei der BIA konstant bleiben.

Einen großen Einfluss auf die Messung hat der aktuelle Hydrationszustand ("Wassergehalt")der Messperson. So können Alkoholkonsum in den letzten 24 Stunden, ein voller Magen, Kälte oder eine gefüllte Harnblase zu falschen Werten führen. Ebenso lässt sich beobachten, dass Geräte von unterschiedlichen Herstellern bei der gleichen Person zu streuenden Werten führen. Um den eigenen Körperfettanteil regelmäßig zu überprüfen, reichen die gängigen Geräte aus, wenn man die oben genannten Störvariablen kontrolliert.

siehe auch: Adipositas
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim