Glossar

 
 
Allgemeine Biologie
 
Chlorella ist eine Gattung der Süßwasseralgen. Sie bildet kugelförmige, einzeln vorliegende Zellen und ist durch Chlorophyll grün gefärbt. Die Zellen sind mit 2 bis 10 µm Durchmesser sehr klein.

Die Zellwand dieser Algengattung besteht aus einem mehrschichtigen Cellulosegerüst, in das Schichten aus polymeren Kohlenwasserstoffketten eingelagert sind. Die Zellen enthalten ein einzelnes Mitochondrium.

Diese Algengattung ist in der Natur weit verbreitet, sie kann aber auch gezielt kultiviert werden. Hinsichtlich der Produktionstechnologie wird zwischen der Kultivation in offenen und geschlossenen Systemen unterschieden. Chlorella wird verwendet für die Herstellung von Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika. Seit dem Jahr 1999 existiert in Deutschland eine Produktionsanlage für Mikroalgen in Klötze/Altmark. In dieser wird die Alge in einem 500 km langen Glasröhrensystem kultiviert.

Bei Chlorella entdeckte Melvin Calvin die Photosynthese, wofür er 1961 den Nobelpreis erhielt.

Chlorella wird in der Alternativmedizin häufig als Mittel zur Schwermetallausleitung angewendet, vor allem während und nach Amalgam-Entfernungen. Gelegentlich kann es dabei jedoch - zum Teil auch erst nach mehrwöchiger Einnahme - zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Diese äußern sich zumeist in Magen-/Darm-Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chlorella




















siehe auch: Spirulina
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim