Glossar

 
 
Ernährung
 
Ballaststoffe, Faserstoffe:
pflanzliche Nahrungsbestandteile, die von den menschlichen Verdauungsenzymen nicht abgebaut werden können und ein hohes Wasserbindungsvermögen besitzen. Ein Teil der Ballaststoffe wird unverändert wieder ausgeschieden; der Rest wird von im Dickdarm lebenden Bakterien, die im Gegensatz zum menschlichen Organismus die dazu nötigen Enzyme besitzen, durch Fermentation zu Gasen und kurzkettigen Fettsäuren (beispielsweise Butter-, Ameisen- und Essigsäure) abgebaut.

Eine ballaststoffreiche Ernährung, insbesondere mit einem hohen Anteil löslicher Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten, Hafer, Weizen und Kohlgemüse, trägt zu einem niedrigeren Blutzuckerspiegel bei, was v. a. für die Vorbeugung von Diabetes mellitus und für die Ernährung von Diabetikern wichtig ist. Außerdem senken Ballaststoffe auch das Darmkrebsrisiko; denn aufgrund ihrer Wasserbindungs- und Quellfähigkeit verdünnen sie die Konzentration Krebs erregender Substanzen im Speisebrei. Darüber hinaus können sie auch Schadstoffe (z. B. Schwermetalle) im Darm binden, sodass diese mit dem Stuhl ausgeschieden werden.






















siehe auch: Betaglukane
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim