Glossar

 
 
Ernährung
 
Algen, besonders Seetang, werden vor allem in Ostasien als Lebensmittel genutzt. Je nach Art sind sie nahezu geschmacklos oder haben einen würzig-salzigen Geschmack. Zu den heute durch die japanische Küche auch in Europa bekannten Sorten gehören Kombu, Wakame und besonders das für Sushi verwendete Nori.

Algen haben allgemein einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten und Proteinen, die sich aber nur teilweise verdauen lassen. Dadurch und durch ihren geringen Fettgehalt haben Algen nur einen geringen quantitativen Nährwert. Sie besitzen jedoch mit acht bis 40 Prozent einen außerordentlich hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen. Aufgrund ihres teilweise sehr hohen Iodgehalts sollten Algen nur maßvoll verzehrt und bei Schilddrüsenüberfunktion gemieden werden. Durch die Zubereitung werden bis zu 90% des Jodgehalts abgebaut, so dass der Verzehr einzelner Algen unbedenklich wird.

In der asiatischen Küche werden Algen häufig und vielseitig verwendet. Sie können gekocht, gebraten, gedämpft oder in Essig eingelegt werden, dienen als Gewürz oder Tee. Sie werden zu Salaten verarbeitet oder zu Suppen gegeben, dienen als Gemüsebeilage oder getrocknet als Snack.


In der europäischen Küche spielen Algen bis heute meist eine untergeordnete Rolle. Lediglich in Wales hat der Genuss von Algen eine lange Tradition. Unter der Bezeichnung "Laver Bread" war das schwarze Brot aus dem Meer früher Nahrungsmittel der walisischen Bauern, heute ist es in vielfältiger Form in der walisischen Küche zu finden. Die Algen der Gattung Porphyra umbilicalis werden außerdem exportiert nach Frankreich, Holland und Luxemburg.

Aus Spanien kommen Algenprodukte für den Delikatessen-Markt.

Als Rohstoff für Lebensmittelzusätze wie Agar, Alginat und Carrageen werden Algen in der Lebensmittelindustrie zunehmend genutzt.

aus wikipedia, gekürzt

siehe auch: Algen, blaue
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim