Glossar

 
 
Allgemeine Biologie
 
Blaualgen, wissenschaftl. Cyanobakterien, bilden eine Abteilung der Domäne Bacteria. Sie zeichnen sich vor allen anderen Bakterien durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Sie wurden früher zu den Phycophyta (Algen) gerechnet und als Klasse Cyanophyceae (Blaualgen) geführt.
Sie besitzen jedoch keinen echten Zellkern und gehören somit als Prokaryoten nicht zu den Algen, zu denen nur Eukaryoten zählen, sondern in die Verwandtschaft der Bakterien.

Cyanobakterien besiedeln vermutlich bereits seit mehr als 3,5 Mrd. Jahren die Erde und zählen damit zu den ältesten Lebensformen überhaupt.

Die Photosynthese der Cyanobakterien läuft ähnlich ab wie in den Chloroplasten der eukaryotischen Algen, Moose, Farne und Samenpflanzen. Allerdings können Blaualgen für ihre Photosynthese nicht nur den Teil des Lichtspektrums, den auch die grünen Pflanzen verwenden nutzen, sondern einen größeren Bereich des Lichtspektrums. Die Effizienz der Lichtverwertung ist sogar größer als beim Chlorophyll. Cyanobakterien können auf diese Weise ausgesprochene Schwachlichtbereiche erfolgreich besiedeln, wie z.B. die Unterseite von Flussgeröll oder tiefe Schichten in Seen.

aus Wikipedia, gekürzt

Blaualgen sind reich an Chlorophyll, sie
enthalten alle 23 Aminosäuren, viele natürliche Vitamine wie B12 und Betakarotin, Mineralien,
Lipide und Glykoproteine. Sie stehen bei vielen Küstenvölkern auf dem Speiseplan.


siehe auch: Spirulina
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim