Glossar

 
 
Allgemeine Biologie
 
Die Luzerne (Medicago sativa, engl. lucerne, amerik. alfalfa) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, Unterfamilie Schmetterlingsblütler.


Die Wuchshöhe kann bis zu einem Meter betragen. Die Pflanze besitzt ein tiefreichendes Wurzelsystem von bis zu 4,5 Metern Ausdehnung und mehr, was sie ungünstige Niederschlagsperioden (Dürren) gut überstehen lässt.

Wie andere Hülsenfrüchtler hat die Luzerne die Fähigkeit, mit Hilfe von symbiotischen Bakterien Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, und ist dadurch in der Lage, unabhängig vom vorhandenen Stickstoff im Boden Protein zu bilden.

Die Luzerne wird weltweit als Vieh-Futter angebaut.

In Deutschland wurde die Luzerne futterbaulich erst im frühen 18. Jahrhundert interessant. Bis in die heutige Zeit hat sich Luzerne unter dem Namen „Königin der Futterpflanzen“ in gemäßigten bis subhumiden tropischen Gebieten behauptet.

Luzerne wird meist als Silage oder Grünmehl für Pellets, wegen hoher Bröckelverluste seltener als Heu geerntet, kann aber auch beweidet werden. Sie erreicht ein Alter von fünf bis zwölf Jahren, abhängig von zum Beispiel Boden und Klima. In Deutschland wird sie 2-3 Jahre genutzt, in anderen Klimazonen länger. In den meisten Klimazonen wird Luzerne drei oder vier Mal pro Jahr geschnitten.

Besonders reich an:

Provitamin A (Carotine), B1 (Thiamin), B2-Komplex (Riboflavin, Nicotinsäure, Pantothensäure, Folsäure), B3, B5, B6 (Pyridoxin), C (Ascorbinsäure), D (Calciferol), E (Tocopherol), H (Biotin), K (Phyllochinon, Menachinon).

leicht aufnehmbaren Mineralstoffen: Kalzium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Phosphor.

Chlorophyll (am Licht gekeimt).

Enthält alle essentiellen Aminosäuren.

2005 wurde in den USA und Kanada der erste gentechnisch veränderte (gv) Alfalfa sowohl als Nahrungsmittel als auch als Futtermittel zugelassen.

Alfalfa ist die amerikanische Bezeichnung für die Luzerne. Alfalfa-Sprossen werden in der Küche in Salaten und als Brotbelag verwendet. Ihr nussartiger Geschmack passt besonders gut zu Käse. Achtung: erst ab dem 7. Keimtag verwenden, da erst zu diesem Zeitpunkt der in den Samen enthaltene Giftstoff Canavanin abgebaut ist.

Quelle: Wikipedia, gekürzt
 
 
 
 
© Walter Mühle, Böhl-Iggelheim